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KI in der Hausarztpraxis: Fluch oder Segen?

KI in der Hausarztpraxis: Was digitale Diagnostik heute schon leistet – und wo die digitale Praxis an ihre Grenzen stößt. Dr. med. Jan Michels und Laura Michels, beide Inhaber der Hausarztpraxis am Dreiringplatz, diskutieren über Vor- und Nachteile.

· Länge: 13:43

E-Mail, Fax, Anrufbeantworter: Vieles wirkt so, als ließe sich der Praxisalltag komplett digital erledigen. Eine Sprechstunde per E-Mail gibt es aber nicht, und ein Blutdruckmedikament wird nicht dauerhaft verlängert, wenn der Blutdruck nie gemessen wurde. Auf der anderen Seite arbeiten inzwischen Verfahren in der Praxis, die vor wenigen Jahren noch der Klinik vorbehalten waren: die Cardisiographie, ein erweitertes EKG, das mit KI-Unterstützung Hinweise auf Durchblutungsstörungen des Herzens, strukturelle Herzerkrankungen oder Rhythmusstörungen liefern kann, sowie die Pulswellenanalyse, mit der sich zusätzlich zum Blutdruck am Arm der Druck in der großen Körperschlagader abschätzen lässt. Für den einen ein Segen, für die andere Seite Fluch und Segen zugleich.

Zur Einordnung: Beide Verfahren ergänzen die Standarddiagnostik, sie ersetzen sie nicht. Ein auffälliges Ergebnis der Cardisiographie bedeutet keine bestehende Herzerkrankung, sondern einen Hinweis auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko, dem weiter nachgegangen wird. Die Aussagekraft wird derzeit in Studien untersucht.

Wie halten Sie es lieber – möglichst viel digital erledigen oder der persönliche Termin in der Praxis? Schreiben Sie es gern in die Kommentare.

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