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Diabetes Typ 2: Warum man ihn jahrelang nicht merkt

Diabetes Typ 2 macht jahrelang keine Symptome – und schädigt in dieser Zeit bereits Gefäße und Nerven. Woran man ein erhöhtes Risiko erkennt und ab wann der Check-up sinnvoll ist.
Christian Pudzich im Gespräch mit Dr. med. Jan Michels, Inhaber der Hausarztpraxis am Dreiringplatz.

· Länge: 7:29

Über 9 Millionen Menschen in Deutschland haben Typ-2-Diabetes, rund 2 Millionen wissen nichts davon. Die Erkrankung zählt zu den größten Risikofaktoren für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nervenschädigungen. Das Problem: In der Frühphase spürt man meist nichts, allenfalls vermehrten Durst oder häufigeres Wasserlassen – und auch das muss nicht auftreten. Dr. Michels erklärt, welche Rolle die familiäre Veranlagung spielt, was beim Check-up tatsächlich untersucht wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, bevor Insulin zum Thema wird.

Zur Einordnung: Der Check-up ab 35 ist eine Kassenleistung und kann alle drei Jahre in Anspruch genommen werden. Er umfasst Anamnese, körperliche Untersuchung, Blutdruckmessung sowie Blut- und Urinuntersuchung, darunter den Nüchternblutzucker. Zwischen 18 und 34 Jahren besteht zusätzlich einmalig Anspruch auf eine solche Untersuchung. Eine Ergänzung zum Gespräch: Typ-2-Diabetes gilt zwar nicht als heilbar, eine Remission ist aber möglich. Fachgesellschaften sprechen davon, wenn der HbA1c-Wert ohne blutzuckersenkende Medikamente mindestens drei Monate unter 6,5 Prozent liegt. Erreicht wird das vor allem über deutliche Gewichtsabnahme; dauerhaft ist eine Remission jedoch nicht bei allen Betroffenen.

Wann waren Sie zuletzt beim Check-up? Schreiben Sie es gern in die Kommentare.

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Videoproduktion: www.content-in-motion.de